Förderung · Stand 2. Oktober 2026

KMU.DIGITAL: Budget ausgeschöpft, ab 2027 eingestellt

KMU.DIGITAL kannst du nicht mehr beantragen. Das Budget der vierten Runde ist vollständig ausgeschöpft, und wegen der Sparmaßnahmen im Bundeshaushalt wird das Programm ab 2027 nicht fortgeführt. So steht es auf der offiziellen Programmseite. Für Digitalisierungsprojekte gibt es trotzdem noch Wege, nur andere als bisher. Für Online-Marketing gibt es kaum einen.

Kostenloses Erstgespräch

Was mit KMU.DIGITAL passiert ist

Auf kmudigital.at steht dazu wörtlich: „Das Budget von KMU.DIGITAL 4.0 ist vollständig ausgeschöpft. Eine Antragstellung für Beratungs- und Umsetzungsförderung ist somit nicht mehr möglich.“ Und weiter: „Aufgrund der aktuellen Konsolidierungsmaßnahmen im Bundeshaushalt wird das Förderprogramm KMU.DIGITAL ab 2027 nicht fortgeführt.“

KMU.DIGITAL war eine Initiative des Wirtschaftsministeriums (heute BMWET) gemeinsam mit der Wirtschaftskammer. Seit 2017 hat das Programm kleine und mittlere Unternehmen bei Beratung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten unterstützt, zuletzt in der vierten Runde ab Mai 2024. Ein Nachfolgeprogramm ist auf der Programmseite bisher nicht angekündigt.

Was das für dein Vorhaben heißt

Wer noch keinen Antrag gestellt hat, braucht einen anderen Weg. Auf eine nächste Runde zu warten, lohnt sich nicht, weil keine mehr kommt. Wer bereits eine Förderzusage hat, klärt Fristen und Abrechnung am besten direkt mit der Förderstelle.

Der Haken: Viele Seiten im Netz führen KMU.DIGITAL noch als offenes Programm, teils mit Förderbeträgen und einem Knopf zum Beantragen. Verlässlich ist nur die Programmseite selbst. Bevor du ein Projekt mit einer Förderung durchrechnest, lohnt der Blick dorthin.

Welche Förderung es stattdessen gibt

Das hängt davon ab, was du vorhast. Für Automatisierung, Künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit gibt es Programme der Länder, in Oberösterreich zum Beispiel DIGITAL.PLUS 26. Für Weiterbildung gibt es eigene Töpfe. Für Website, SEO und Werbung im Inland gibt es seit dem Ende von KMU.DIGITAL praktisch keine Förderung mehr.

DIGITAL.PLUS 26 (Oberösterreich)

35 Prozent Zuschuss, höchstens 7.000 Euro, für Projekte ab 12.000 Euro Gesamtkosten. Gefördert werden Automatisierung und Digitalisierung, Datenmanagement und KI sowie IT-Sicherheit. Einreichung bis 2. November 2026, für aktive Mitglieder der WKO Oberösterreich mit Firmensitz in Oberösterreich.

Der Haken bei DIGITAL.PLUS

Digitales Marketing ist ausdrücklich nicht förderbar, Standard-Hardware und Standard-Software auch nicht. Mindestens 20 Prozent der Projektkosten müssen auf Beratung entfallen. Wer schon DIGITAL.PLUS 2025 oder einen Digital Starter bekommen hat, kann nicht mehr einreichen.

Weiterbildung und KI-Schulungen

Kurse fördern in Oberösterreich das Bildungskonto des Landes und Innovative Skills der Wirtschaftskammer, jeweils mit rund 30 Prozent. Wie die Töpfe zusammenspielen, steht im Artikel zur Förderung von KI-Schulungen.

Andere Bundesländer: Die meisten haben eigene Digitalisierungsprogramme, mit eigenen Fristen, Regeln und Budgets. Manche davon sind gerade ausgeschöpft. Welches für deinen Standort offen ist, prüfe ich im Erstgespräch.

Quellen: kmudigital.at und die Programmseite von DIGITAL.PLUS 26 der WKO Oberösterreich, beide abgerufen am 2. Oktober 2026.

Wobei ich dir helfen kann

Ich prüfe mit dir, ob dein Vorhaben in ein offenes Programm passt, und sage es dir ehrlich, wenn nicht. Bei KI- und Prozessprojekten ist die Chance am größten, bei Website und Werbung am kleinsten. Ob eine Förderung bewilligt wird, entscheidet die Förderstelle, eine Zusage kann ich nicht versprechen.

Und wenn es keine Förderung gibt: Ein kleineres Vorhaben, das sich selbst trägt, ist oft besser als ein großes, das nur wegen der Förderquote entsteht. Das klären wir direkt gemeinsam.

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Häufige Fragen

Fragen zum Ende von KMU.DIGITAL

Nein. Laut der offiziellen Programmseite ist das Budget von KMU.DIGITAL 4.0 vollständig ausgeschöpft, eine Antragstellung ist nicht mehr möglich. Das gilt für beide Teile des Programms, die Beratungsförderung und die Umsetzungsförderung.
Nein. Wegen der Konsolidierungsmaßnahmen im Bundeshaushalt wird KMU.DIGITAL ab 2027 nicht fortgeführt. Ein Nachfolgeprogramm ist auf der Programmseite bisher nicht angekündigt (Stand 2. Oktober 2026).
Im Inland praktisch keine mehr. KMU.DIGITAL war der einzige größere Topf, der Online-Marketing direkt gefördert hat. Die gängigen Digitalisierungsprogramme der Länder schließen Marketing aus. Bei DIGITAL.PLUS 26 in Oberösterreich steht ausdrücklich, dass Projekte aus dem Bereich digitales Marketing nicht förderbar sind.
In Oberösterreich DIGITAL.PLUS 26: 35 Prozent, höchstens 7.000 Euro, für Projekte ab 12.000 Euro Gesamtkosten, Einreichung bis 2. November 2026. Künstliche Intelligenz ist einer von drei Schwerpunkten. Die Bundesförderung der aws für die Einführung von KI hat derzeit keinen offenen Aufruf.
Wer bereits eine Förderzusage hat, klärt Fristen und Abrechnung am besten direkt mit der Förderstelle. Für neue Vorhaben lohnt das Warten auf eine nächste Runde nicht, weil keine mehr geplant ist.
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