Was kostet ein Klick bei Google Ads?
Google Ads funktioniert nach dem Auktionsprinzip. Jedes Mal wenn jemand einen Suchbegriff eingibt, findet eine Auktion statt. Der Preis, den du pro Klick zahlst (CPC, Cost per Click), hängt von drei Faktoren ab: dem Wettbewerb um den Suchbegriff, der Qualität deiner Anzeige und der Relevanz deiner Landingpage.
In der Praxis gibt es enorme Unterschiede zwischen den Branchen. Ein Klick auf „Maler Linz" kostet deutlich weniger als ein Klick auf „Rechtsanwalt Scheidung Wien". Der Grund: Je höher der Kundenwert in einer Branche, desto mehr sind Unternehmen bereit pro Klick zu zahlen.
Hier ein realistischer Überblick über typische Klickpreise in Österreich:
| Branche | CPC (typisch) | Wettbewerb |
|---|---|---|
| Handwerk (Installateur, Maler, Elektriker) | 1 bis 3 Euro | Mittel |
| Gastronomie & Tourismus | 0,50 bis 2 Euro | Niedrig bis Mittel |
| Beratung & Coaching | 3 bis 8 Euro | Hoch |
| Gesundheit & Therapie | 2 bis 6 Euro | Mittel bis Hoch |
| Immobilien | 3 bis 10 Euro | Hoch |
| Recht & Steuerberatung | 5 bis 15 Euro | Sehr hoch |
| Software & IT-Dienstleistungen | 4 bis 12 Euro | Hoch |
Diese Werte sind Richtwerte für den österreichischen Markt. Die tatsächlichen Klickpreise können je nach Standort, Tageszeit und Anzeigenqualität abweichen. In ländlichen Regionen ist der Wettbewerb oft geringer, was die Klickpreise senkt.
Wie viel Budget brauchst du pro Monat?
Die Frage „Was kostet Google Ads?" lässt sich nicht pauschal beantworten. Aber es gibt eine einfache Formel, mit der du ein realistisches Monatsbudget berechnen kannst:
Budgetformel: Ziel-Conversions pro Monat x CPA (Kosten pro Anfrage/Kauf) = Monatsbudget
Beispiel: Du willst 10 Anfragen pro Monat. Dein CPA liegt bei 80 Euro. Dein Budget: 10 x 80 = 800 Euro pro Monat.
Um den CPA zu berechnen, brauchst du zwei Werte: den durchschnittlichen Klickpreis deiner Branche und die Conversion Rate deiner Landingpage. Bei einer typischen Conversion Rate von 3 bis 5 Prozent brauchst du 20 bis 33 Klicks für eine Anfrage. Bei einem Klickpreis von 3 Euro ergibt das einen CPA von 60 bis 100 Euro.
In der Praxis sieht die Verteilung bei KMU in Österreich so aus:
- Einstieg (500 bis 800 Euro/Monat): Für eine Branche mit moderatem Wettbewerb. Fokus auf eine Leistung oder ein Einzugsgebiet.
- Standard (800 bis 1.500 Euro/Monat): Mehrere Kampagnen, verschiedene Leistungen, breiteres Targeting.
- Wachstum (1.500 bis 3.000 Euro/Monat): Aggressivere Strategie, Remarketing, mehrere Standorte oder Produkte.
Wichtig: Es ist besser, mit einem kleineren Budget sauber zu starten als mit einem großen Budget schlecht aufgesetzt loszulegen. Die Kampagnenstruktur, die Anzeigentexte und die Landingpage entscheiden darüber, ob dein Budget gut investiert ist oder verpufft.
Agenturkosten vs. selbst machen
Neben dem reinen Werbebudget (das direkt an Google geht) fallen oft auch Kosten für die Kampagnenbetreuung an. Hier gibt es drei gängige Modelle:
Selbst verwalten
Keine Agenturkosten, aber du investierst eigene Zeit. Für einfache lokale Kampagnen kann das funktionieren. Die Lernkurve ist allerdings steil und Anfängerfehler kosten schnell mehr als eine professionelle Betreuung. Typische Fehler: zu breite Keywords, keine negativen Keywords, Standard-Gebotsstrategien und fehlende Conversion-Messung.
Freelancer oder spezialisierte Agentur
Typisch sind monatliche Pauschalen zwischen 300 und 800 Euro für KMU. Dafür bekommst du professionelle Kampagnenführung, regelmäßige Optimierung und verständliches Reporting. Bei seriösen Anbietern ist das Setup (Kampagnenstruktur, Keyword-Recherche, Anzeigentexte) im Preis enthalten oder wird einmalig separat berechnet.
Große Full-Service-Agenturen
Ab 1.000 Euro monatlich aufwärts. Das lohnt sich meist erst ab einem Werbebudget von 3.000 Euro oder mehr. Für die meisten KMU ist eine spezialisierte kleinere Agentur die bessere Wahl, weil die Betreuung persönlicher ist und die Kommunikationswege kürzer sind.
Tipp: Achte darauf, dass dein Agenturbudget und dein Werbebudget getrennt ausgewiesen werden. Seriöse Anbieter legen das transparent offen. Wenn eine Agentur dir nicht sagen kann, wie viel von deinem Geld bei Google landet und wie viel bei ihr bleibt, ist das ein Warnsignal.
Google Ad Grants: 10.000 USD kostenlos für NPOs
Gemeinnützige Organisationen können über das Google Ad Grants Programm bis zu 10.000 US-Dollar pro Monat an kostenlosem Google Ads Guthaben erhalten. Das entspricht rund 120.000 Euro Werbewert pro Jahr.
Die Voraussetzungen: Gemeinnützigkeitsstatus, eine funktionierende Website und die Einhaltung bestimmter Qualitätsrichtlinien. Wir helfen Vereinen und NPOs bei der Beantragung und laufenden Betreuung. Das Programm ist besonders wertvoll, weil viele gemeinnützige Organisationen kein Marketingbudget haben, aber trotzdem Spender, Freiwillige oder Teilnehmer erreichen müssen.
Alle Details zum Programm, zur Beantragung und zu den Voraussetzungen findest du auf unserer Google Ad Grants Seite.
5 Tipps um Google Ads Kosten zu senken
1. Negative Keywords konsequent pflegen
Negative Keywords verhindern, dass deine Anzeige bei irrelevanten Suchanfragen erscheint. Wer „Installateur Linz" bewirbt, will nicht bei „Installateur Ausbildung" oder „Installateur Gehalt" auftauchen. Regelmäßig den Suchbegriffsbericht prüfen und unpassende Begriffe ausschließen spart bares Geld. Erfahrungsgemäß lassen sich allein durch konsequente Negativlisten 15 bis 25 Prozent des Budgets einsparen.
2. Anzeigenqualität verbessern
Google belohnt relevante Anzeigen mit niedrigeren Klickpreisen. Der Qualitätsfaktor (Quality Score) setzt sich aus drei Komponenten zusammen: erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung auf der Landingpage. Je höher der Qualitätsfaktor, desto weniger zahlst du pro Klick. Ein Qualitätsfaktor von 8 statt 5 kann den CPC um bis zu 30 Prozent senken.
3. Landingpage optimieren
Leite Besucher nicht einfach auf deine Startseite. Erstelle für jede Kampagne eine eigene Landingpage, die genau zum Suchbegriff passt. Eine Seite die schnell lädt, mobilfreundlich ist und eine klare Handlungsaufforderung hat, verbessert sowohl deinen Qualitätsfaktor als auch deine Conversion Rate. Jeder Prozentpunkt mehr Conversion Rate bedeutet, dass du weniger Klicks brauchst, um das gleiche Ergebnis zu erzielen.
4. Smart Bidding nutzen
Googles automatische Gebotsstrategien wie „Conversions maximieren" oder „Ziel-CPA" nutzen maschinelles Lernen um Gebote in Echtzeit anzupassen. Für KMU mit überschaubarem Budget funktioniert das oft besser als manuelle Gebotssteuerung. Voraussetzung: Du brauchst mindestens 15 bis 30 Conversions pro Monat, damit die Algorithmen genug Daten haben. Bis dahin ist „Klicks maximieren" mit manuellem CPC-Limit eine gute Übergangslösung.
5. Conversion Tracking einrichten
Ohne Conversion Tracking weißt du nicht, welche Keywords und Anzeigen tatsächlich zu Anfragen oder Verkäufen führen. Du optimierst dann im Blindflug. Ein sauberes Tracking über Google Tag Manager und GA4 ist die Grundlage für jede Budgetoptimierung. Tracke mindestens Formular-Einsendungen, Telefonklicks und E-Mail-Klicks. Mehr dazu auf unserer Tracking & Analytics Seite.